Playing | Social | Media. (en Alemán)
Reseña del libro "Playing | Social | Media. (en Alemán)"
Im Partyspiel What Do You Meme?, dessen deutschsprachige Ausgabe seit 2019 der Verlag Huch! wegen seiner delikaten Inhalte dezidiert als Spiel fr Erwachsene, aber auch in einer abgemilderten Version als Familienausgabe vermarktet, mssen 3 bis zu 20 Spieler:innen mglichst treffende Textkarten vieldeutigen Bildern zuordnen und eine Punktrichter:in mit witzigen Text-Bild-Kombinationen berzeugen. Das Internetphnomen der Memes erfreut sich hier mit analogen Spielmaterialien und in physisch ko-prsenten Spielerunden groer Beliebtheit. Memes geben sich in dieser Verschiebung in den analogen Raum als Gesellschaftsspiel zu erkennen. Auch an ihren digitalen Geburtsorten - Social Media-Plattformen wie 4Chan, Tumblr, TikTok oder Instagram - lassen sich Memes als Elemente einer Spiellogik Sozialer Medien identifizieren: Sie folgen einem Regelwerk und stellen herausfordernde Aufgaben an mit-spielende User:innen. What Do You Meme? verweist auf ein facettenreiches Konvergieren von Social Media- und Spielkultur: Social Media erweisen sich als spielbar - dieses Charakteristikum der Plattformen macht sich das Spiel zu eigen und bersetzt es in heimische Wohnzimmer. Die Besonderheit von Internet-Memes, diesen Aspekt muss das analoge Partyspiel zwangslufig unterschlagen, besteht jedoch in ihrer viralen digitalen Verbreitung: Memes werden variiert, geteilt und umgestaltet. Im Spielen mit medialen Formen - Texten, Tnen, Videos, Bildern - entsteht eine technisch- und plattformbedingte, eine medial hervorgebrachte, in Metadaten erfasste und konomisch auswertbare Form des Sozialen, die sich vom sozialen Gefge am Wohnzimmertisch signifikant unterscheidet: Es handelt sich nicht um eine Gruppe von Freunden oder Familienmitgliedern, sondern um eine unberschaubare, soziotechnische, potenziell globale digitale Vernetzung. Fr diesen Zusammenhang, fr das Zusammenwirken von Spiel, datafizierter Sozialitt und digital-vernetzter Medialitt interessiert sich die vorliegende Augenblick-Ausgabe. Die hier versammelten Beitrge erkunden dieses Forschungsfeld in exemplarischen Fallanalysen und nehmen dabei jeweils das Wechselverhltnis Playing | Social | Media auf unterschiedliche Weise in den Blick.