Reseña del libro "Schwester Leonie: Ein Arztroman (en Alemán)"
Ein romantischer ArztromanDr. Renate Minhoff wird zu einem Notfall gerufen: Die 88-Jährige Anneliese Neubeck leidet unter akuter Luftnot aufgrund ihrer Alzheimer-Erkrankung. Ihr 51-jähriger Sohn Martin, der sich um sie kümmert, begleitet Anneliese ins Krankenhaus, wo sie stabilisiert wird.In der ersten unruhigen Nacht bleibt er bei seiner Mutter am Krankenbett. Dabei lernt er Schwester Leonie kennen. Unterdessen bekommt Dr. Renate Minhoff überraschend Besuch von Beate Gruber, einer ehemaligen Schulkameradin. Beate hat lange versucht, schwanger zu werden, aber es klappt einfach nicht. Grund könnte ihr massives Übergewicht sein, das Beate nun endlich loswerden will. Sie meldet sich zur Magenverkleinerung an.Doch ganz so einfach ist der Weg zum Idealgewicht und damit auch zum Baby nicht. Und auch Schwester Leonie muss ihr Glück erst einmal suchen ... Leseprobe: Die Ärztin setzte ihre Tasse Kaffee an die Lippen und während sie an der hei en Flüssigkeit nippte, fiel ihr auf, dass die Innenseite von Schwester Leonies rechtem Arm dicke Pusteln aufwies."Zeigen Sie einmal her!", sagte Dr. Renate Minhoff alarmiert."Was? Ach so, meine Arme. Ich wei auch nicht, was das ist. Das hatte ich noch nie. Es fing heute morgen an zu jucken und will einfach nicht aufhören!"Dr. Renate Minhoff sah sich die beiden Unterarme der Schwester sehr genau an. Sie fand auffallend viele Quaddeln und Pusteln, die mittlerweile teilweise aufgekratzt waren und sich entzündeten. Dr. Renate Minhoff pfiff anerkennend: "Ich glaube, so extrem habe ich das noch nie gesehen!", sagte sie. "Juckt es noch irgendwo?"Schwester Leonie nickte. "Hier am Nacken", sagte sie, während sie sich umdrehte und Dr. Renate Minhoff ihren Hals zeigte. Die Ärztin sah sich die Hautirritation lange an und sagte dann: "Drehen Sie sich noch einmal um zu mir, Schwester Leonie. Machen Sie den Mund auf, ja, ganz weit?"Mit einem frischen Holzspatel, wie sie Dr. Renate Minhoff immer ein paar in der Tasche hatte, drückte sie Schwester Leonies Zunge hinunter und sah sich deren Mundschleimhaut genau an. Gott sei Dank war sie nicht gerötet und sah auch ansonsten unauffällig aus. "Haben Sie gehustet?", fragte Dr. Renate Minhoff sicherheitshalber."Gehustet? Nein, das nicht. Was fehlt mir denn, Frau Doktor?""Also, wenn es das ist, was ich vermute, dann können wir nicht viel tun", antwortete Dr. Renate Minhoff."Sie werden mich doch nicht krank schreiben und heimschicken wollen?", fragte Schwester Leonie entsetzt."Nein, nein, aber ich schicke Sie mal kurz zum Kollegen in die Dermatologie. Er soll das abklären und Ihnen eine kühlende Salbe verschreiben. Ich fürchte, Sie wurden das Opfer eines Eichenprozessionsspinners!""Eines was?""Waren Sie in der letzten Zeit in der Nähe einer Eiche?""Ja, natürlich, in meinem Garten steht ja eine! Ich habe gestern drau en gesessen und den milden Abend genossen!""Nun", erklärte Dr. Renate Minhoff. "Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der seine Eier hauptsächlich in Eichen legt. Anfang Mai schlüpfen die Raupen und werden dann bis zu fünf Zentimeter lang.""Ich glaube, die habe ich sogar gesehen", sagte Schwester Leonie erstaunt, als sie sich an den gestrigen Abend erinnerte. "Da lief eine Reihe Raupen wie im Gänsemarsch auf meine Eiche zu. Ich fand das noch so drollig.""Ja, deshalb nennt man sie auch Prozessionsspinner, weil sie immer hintereinander laufen.""Aber ich bin keiner dieser Raupen näher als einen Meter gekommen", wunderte sich Schwester Leonie. "Wie konnten sie mir dann etwas anhaben? Sind sie giftig?""Ja, leider", antwortete Dr. Renate Minhoff.