Reseña del libro "Sprechen in Flechten: Gedichte (en Alemán)"
Sprache als Alge an Land, die sich ber die Rnder der Dinge ausbreitet: Worum geht es in Nea Schmidts Debtband Sprechen in Flechten? Um alles! Also um nichts? Nein, um das Verwischen, um ein Verwachsen mit den Schwestern, um ungefestigte Identitt, oder vielleicht um ein verflochtenes, sich stndig nderndes Sein. In den Begriff der Flechte schleicht sich - wie ein Parasit, oder wie ein Zweifel, als Befall - das Flechten ein, eine traditionell weibliche Kulturpraxis. Sprache als Gewebe, Liebe als Laufmasche. Kategorisierungen werden immer wieder angedeutet, nur um sie dann zu unterlaufen, indem sich das lyrische ich oder dessen Sprache - oder doch die Welt sich dem lyrischen ich? - als Flechte darstellt: als eigenstndige, fremde oder sogar unheimliche Lebensform, als symbiotische Gemeinschaft, die verschiedenste Materien besiedelt. Begriffe domestizieren, dedomestizieren. Sprechen in Flechten stellt sich als rastlose Denkbewegung dar, die eine poetische Position innerhalb eines anthropomorphen Verhltnisses einnimmt, in dem sich Natur spaltet, kultiviert, entfremdet, wiederbegegnet und reibt. Aus dieserReibung entstehen Gedichte: wuchernd, das Wuchern ordnend, die Ordnung berwuchernd usw.- Nea Schmidt