Reseña del libro "Statt Kunst (en Alemán)"
Wenn eine Sache als Kunst gilt, dann steht sie in dem Ruf, sehenswert, gut und wichtig zu sein. Dinge werden, weil sie Kunstwerke sind, von Staaten in gigantischen Museen gesammelt und ausgestellt; Menschen unternehmen groen Aufwand, um sich Kunst anzuschauen und kaufen sie zum Teil zu horrenden Preisen. Diese enorme Wertschtzung von Kunst geschieht mit breiter intellektueller und politischer Untersttzung: In unzhligen philosophischen, soziologischen, aber auch pdagogischen Studien wird dafr argumentiert, dass Kunst fr das gelingende Leben von Menschen und eine lebenswerte Gesellschaft hchste Relevanz besitzt. Der Essay "Statt Kunst" vertritt eine radikal skeptische Position: Dass jemand etwas fr ein Kunstwerk hlt, ist eine sthetisch irrelevante Meinung. Jede Sache kann ein Kunstwerk sein, aber keine Sache wird allein dadurch, dass sie ein Kunstwerk ist, beachtenswert. Kunstwerke mgen hufig fantastische Dinge sein und viele positive Wirkungen haben, aber sie haben diese nicht, weil sie Kunstwerke sind. In einer fiktionalisierten Form - mittels eines Gedankenexperiments, in dem von Kunst keine Rede ist - wird die Ansicht verteidigt, dass Gleichgltigkeit gegenber einem Anspruch, dass etwas Kunst sei, ein Gewinn an Aufklrung ist. Der Text ist sowohl ein Pldoyer dafr, sich in Diskussionen ber Kunstfragen zu enthalten, als auch fr ein "Zurck zu den Sachen selbst".