Reseña del libro "Unter Glücksrittern (en Alemán)"
"Unter Glücksrittern" bringt die Gedanken an jene Zeit zurück, als unsere Erdkugel noch nicht global erschlossen war und es verwegene Gestalten zu den Verlockungen ferner Kontinente und unbekannter Küsten trieb. Wer Jack Londons Bücher verschlungen hat, wen der Kinofilm "Die Abenteurer" begeisterte, für den sind die spannenden Erzählungen aus der Feder dieses authentischen Autors geradezu eine hochwillkommene Lektüre - wie in heutiger Zeit von vielen Lesern auf dem Buchmarkt wieder sehnlichst erwartet. Leser werden mitgenommen auf südlichem Globus durch Wüsten, Wildnis, über Ozeane, zu den verheißungsvollen Gestaden der Südsee. Man folgt den Spuren von Glücksrittern, welche sich in afrikanischer Steppe, wie im Dickicht südamerikanischer Dschungeln, auf polynesischen Eilanden verlieren, bei deren fieberhaften Gier nach Diamanten, Gold, Elfenbein und Perlen, heuert gleichfalls an auf einem dem Untergang geweihten Seelenverkäufer, was B. Travens "Das Totenschiff" neu aufleben läßt. Der Leser prallt auf die Welt der Glücksritter und Abenteurer. Die ruhelosen Gestalten, die ihm in diesem Buch begegnen, folgen dem Motiv der Freiheit, sind stets auf der Jagd und Suche; ihr zuversichtlicher Glaube an die eigene Moral verleiht ihnen jene Kraft, die Beschleunigungen des Lebens herauszufordern, das erregende Schwindelgefühl am Abgrund ferner Grenzen auszukosten. Ein atemloses Vorwärtsdrängen der jeweiligen Protagonisten zum Unbekannten, Geheimnisvollen bis hin zur Selbstzerstörung als moralische Revolte verkörpert die Idee vom Unabhängigen und von der Behauptung des ungebrochenen Individuums. Ihre eigentliche Sinngebung erfüllt sich beim Auffinden verborgener Reservate, in der Verheißung einer unbezwingbaren Wüste, des offenen Meeres oder einer fernen, palmenumsäumten Inselbucht; denn Abenteurer gelten auch als die unbewußten Romantiker.Der Autor Eckard Wetzel wurde 1940 in Danzig geboren und hat bereits in verschiedenen Buchveröffentlichungen sein großes Erzählertalent unter Beweis gestellt, das an Jack London und Josef Conrad erinnert. In seinen jungen Jahren zog es ihn auf den Spuren dieser Vorbilder um die Welt, um selbst ein großartiger Abenteuerschriftsteller zu werden. Er schlug sich auf der südlichen Halbkugel u.a. als Seemann, Diamantensucher, Söldner und Beachcomber durch und trampte einmal ,around the world’. Seine hier vorliegenden, in den 1960er Jahren mit erzählerischem Verve geschriebenen kurzweiligen Geschichten bieten wirklich so viel unwahrscheinlichen exotisch-abenteuerlichen Stoff aus jener noch nicht hochtechnifizierten Zeit, wie man ihn heute selten zu lesen bekommt.